Beschreibung
Eine Meta-Analyse über 54 Studien zeigt: Peer-Assessment verbessert die Leistungen auf allen Schulstufen, online wie offline. Ein Teil der Wirkung entsteht beim Geben von Feedback: Wer die Arbeit anderer mit Kriterien anschaut, versteht die Kriterien besser. Ohne Struktur bleibt Peer-Feedback aber oft bei «schön» und «gut gemacht».
Unterrichtsideen
- Zwei bis drei Kriterien auswählen, die zur Aufgabe passen.
- Satzanfänge bereitstellen: «Gelungen ist …, weil …», «Mir ist nicht klar geworden …», «Mein Tipp für den nächsten Schritt: …».
- Üben an einem Beispiel: Gemeinsam eine anonyme Arbeit beurteilen und gute von weniger hilfreichen Rückmeldungen unterscheiden.
- Digital Feedback geben: Als Kommentar auf dem Padlet oder in Taskcards, im OneNote-Kursnotizbuch oder als Sprachnachricht. Im Zyklus 1 mit Symbolen und Sprachaufnahme.
- Feedback nutzen: Die Empfängerin entscheidet, welchen Tipp sie umsetzt, und begründet kurz.
Darauf achten
- Wertschätzend und konkret: Regeln mit der Klasse vereinbaren.
- Bei heiklen Konstellationen anonymes Feedback ermöglichen oder die Paare bewusst bilden.
- Kommentare auf öffentlichen Pinnwänden: Zugriff beschränken.
Grundlagen und Links
- Meta-Analyse zu Peer-Assessment
- Peer-Feedback mit LearningView
- Mit KI als Formulierungshilfe: Peer-Feedback formulieren mit KI-Hilfe