Beschreibung
Feedback wirkt, wenn es zeigt, wo jemand steht und wie es weitergeht. Bei Schreibaufträgen fehlt dafür oft die Zeit. Ein KI-Werkzeug kann eine erste, kriteriengeleitete Rückmeldung geben, bevor die Lehrperson liest. In einer Studie mit Jugendlichen überarbeiteten Lernende mit KI-Feedback ihre Texte stärker und waren motivierter. Entscheidend sind klare Kriterien: Ohne sie wird das Feedback beliebig.
Die Empfehlungen des Kantons St.Gallen (Kapitel 3.7) halten fest: In der formativen Beurteilung können KI-Werkzeuge unter Einhaltung des Datenschutzes Rückmeldungen geben.
Unterrichtsideen
- Kriterien klären: Drei bis vier Kriterien mit der Klasse besprechen, etwa «Behauptung, Begründung, Beispiel» bei einer Erörterung.
- Rohfassung schreiben, ohne KI.
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Feedback einholen mit einem vorgegebenen Auftrag:
Gib mir Feedback zu meinem Text nach diesen Kriterien: [Kriterien]. Nenne pro Kriterium eine Stärke und einen konkreten Tipp. Schreibe den Text nicht um. Niveau: [Klasse]. Text: [ohne Namen einfügen]
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Überarbeiten und im Notizbuch drei Spalten führen: Rohfassung, Feedback, Überarbeitung (zum Beispiel in OneNote).
- Deklarieren: Kurz festhalten, welche Tipps übernommen wurden und welche nicht, und warum.
- Lehrperson: Liest Feedback stichprobenweise, bespricht Auffälliges in Kurzgesprächen und gibt die eigene Rückmeldung zur Überarbeitung.
Darauf achten
- Nichts Persönliches: Keine Namen und keine persönlichen Erlebnisse in den Text kopieren, bevor er an das KI-Werkzeug geht.
- Feedback prüfen: Lernende lernen, KI-Feedback kritisch zu lesen. Nicht jeder Tipp ist richtig.