Der Lehrplan 21 enthält neben den Fächern das Modul Medien und Informatik und die
Anwendungskompetenzen. Bei der App-Auswahl kann man sich deshalb auf die Fächer
konzentrieren oder auf die Kompetenzen, die im Lernprozess gebraucht werden.
Der Vorteil der Kompetenzorientierung: Man wählt Apps, die in verschiedenen
Fächern nutzbar sind, und setzt sie entsprechend länger ein. Bei der Orientierung
an Fächern werden dagegen meist Apps mit einem bestimmten Inhalt gesucht, etwa
«Bruchrechnen 4. Klasse».
Das Pädagogische Rad
Allan Carrington ordnet in seinem Pädagogischen Rad Apps den Stufen der Bloomschen
Taxonomie zu und verbindet das mit dem SAMR-Modell. Eine
deutsche Fassung, angewendet auf Office 365, steht als PDF zur
Verfügung. Sie stammt von 2016: Die App-Beispiele sind teils veraltet, das Raster aus
Denkstufen und Tätigkeiten hilft aber weiterhin bei der Auswahl.
Modell individuelles Lernen digital
Dieses Modell ordnet Apps den drei Handlungsfeldern der Individualisierung zu:
Klassenorganisation, konstruktive Unterstützung und kognitive Aktivierung.
Das SAMR-Modell

Ruben Puentedura beschreibt mit dem SAMR-Modell vier Stufen, auf denen Technologie
den Unterricht verändert:
- Ersetzung: Eine Tätigkeit wird digital, ohne sich zu verändern.
- Erweiterung: dieselbe Tätigkeit, mit zusätzlichen Möglichkeiten.
- Änderung: Die Aufgabe wird deutlich neu gestaltet.
- Neubelegung: Aufgaben, die ohne Technologie gar nicht möglich wären.


Das Modell hilft beim Nachdenken, hat aber Grenzen. Es wird oft als Treppe
verstanden, obwohl im Alltag alle Stufen ihren Platz haben. Es kann den
Stellenwert der Technik überbetonen und die Rolle der Lehrperson unterschätzen.
Und es übersieht, dass auch Bleistift, Hellraumprojektor und Wandtafel einmal
neue Technologien waren. Mehr dazu im Beitrag der ZHAW.
Webseiten mit Blick auf Kompetenzen
Durchstarten ordnet Werkzeuge in einem Kompetenzrad.