Zum Inhalt springen
One-to-One

Schritt 6 · Im Unterricht verankern

Lernende begleiten

Mit dem persönlichen Gerät verschiebt sich die Rolle der Lehrperson vom Vermitteln zum Begleiten. Wie das gelingt, ohne dass Ablenkung und Login-Chaos den Unterricht bestimmen.

Stand 30.09.2026

Entwurf Entwurf. Dieses Kapitel ist neu geschrieben: mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen zusammengestellt und noch nicht fachlich geprüft. Rückmeldungen sind willkommen. Mitwirken

Leitfragen

Zum Abhaken. Bleibt auf diesem Gerät gespeichert.

Vom Vermitteln zum Begleiten

Der Zwischenbericht zum LUP-DT beschreibt, wie sich die Rolle der Lehrperson von der Wissensvermittlung hin zur Lernprozessbegleitung verschiebt. Damit verbunden ist ein Umdenken über das eigene Berufsbild. Dafür braucht es gezielte Weiterbildung mit vertiefter Auseinandersetzung.

Das Factsheet Blended Learning der zITBOx beschreibt die neue Rolle so: Lehrpersonen schaffen Strukturen, passen Lernwege an und ermöglichen Reflexion; die Lernenden übernehmen schrittweise mehr Verantwortung für ihr Lernen. Die Empfehlungen des Kantons halten zugleich fest, dass die Beziehung zwischen Lehrperson und Lernenden der zentrale Wirkfaktor für gelingendes Lernen bleibt (3.7).

Klare Regeln im Schulzimmer

Als zentrale Herausforderungen nennt der Zwischenbericht die Ablenkung der Lernenden, technische Probleme und die unterschiedliche Nutzung im Kollegium. Das spricht für wenige, gemeinsame Regeln, die mit den Lernenden besprochen werden. Gemeinsam heisst nicht überall gleich: Innerhalb einer Stufe gelten dieselben Regeln, damit die Lernenden nicht von Lektion zu Lektion umdenken müssen. Über die Stufen hinweg sind die Regeln aufeinander abgestimmt und wachsen mit dem Alter. Im Kindergarten begleitet die Lehrperson jeden Einsatz; in der Oberstufe übernehmen die Lernenden mehr Verantwortung. Die Minimalstandards einer Oberstufe aus den Modellschulen sind ein Beispiel:

  • Ich benutze mein iPad nur mit Erlaubnis der Lehrperson.
  • Ich arbeite immer nur an dem, woran ich gerade arbeiten sollte.
  • Ich folge dem Unterricht konzentriert.

Die Regeln gehören in die Nutzungsvereinbarung (siehe Vereinbarungen) und in die Prävention.

Schritt für Schritt zu mehr Selbstständigkeit

Eine Oberstufe der Modellschulen hat im Szenario Blended Learning ein Advanced- und Master-Learner-System entwickelt. Lernende erreichen zuerst den Status «Advanced Learner», wenn sie die Minimalstandards oben einhalten. Sie dürfen dann in selbstständigen Phasen zum Beispiel Musik hören oder nach Absprache auf dem Gang arbeiten. Wer den Status ein halbes Jahr ohne Unterbruch hält, kann den Ausweis «Master of Learning» beantragen. Ziel des Systems ist, dass Lernende, die sich an die Regeln halten, den Ort ihrer Selbstlernzeit selbst bestimmen, im Schulhaus oder auch zuhause. Ein Vertrag regelt die Bedingungen.

Das Beispiel zeigt ein Prinzip, das sich übertragen lässt: Freiheiten werden schrittweise und nachvollziehbar gewährt, und die Lernenden wissen, woran sie gemessen werden.

Überblick behalten

Wer begleiten will, muss sehen, wo die Lernenden stehen. In einer Modellschule zeigt der digitale Wochenplan der Lehrperson bei jeder Aufgabe, welches Kind sie noch nicht erledigt hat. Das ersetzt Listenarbeit. Werkzeuge, bei denen Abgaben zentral im Konto der Lehrperson landen, sparen das Einsammeln von Ergebnissen, die sonst auf vielen Geräten und Konten verteilt liegen. Siehe Aufgaben und Beurteilung.

Zugänge für die Jüngsten

Viele Apps, viele Logins: In einer 2./3. Klasse mit iPads für alle hängen die Zugangscodes und QR-Codes laminiert an einem Schlüsselbund im Pult. Der Bund wächst mit dem Unterricht, nicht mehr benötigte Schlüssel werden gemeinsam entfernt, und am Wochenende hängen die Codes an der Hausaufgabenmappe. So bleiben die Zugänge aktuell, handlich und auch zuhause verfügbar.

Unterschiede im Blick

Die Volksschule soll die digitale Spaltung verringern (Empfehlungen 2.2). Ein datenschutzkonformer Zugang zu Werkzeugen über die Schule beugt neuen Ungleichheiten vor (3.7). Im Alltag heisst das: Was zuhause erwartet wird, muss ohne Unterstützung der Eltern machbar sein, und Lernende, die mit dem Gerät weniger vertraut sind, erhalten Hilfe, etwa durch Peer-to-Peer-Support.

Erfahrungen gesucht

Helfen Sie mit, diese Fragen zu beantworten. Die Modellschulen haben sie zum Abschluss des Szenarios gesammelt; die Antworten fehlen noch. Hat Ihre Schule Erfahrungen damit? Ein Satz, eine Beobachtung oder der Name einer Schule genügt. Die Antworten fliessen in die nächste Fassung ein.

  • Welche Rolle hat die Lehrperson im 1:1-Unterricht tatsächlich übernommen? Beobachtet, nicht postuliert.
  • Wo hat 1:1 Unterschiede zwischen Kindern verkleinert, und wo vergrössert? Zugang, Vorwissen, Unterstützung zuhause.

Erfahrung teilen So wirken Sie mit

Das gilt im Kanton St.Gallen

2 Links

Aus der zITBOx

5 Links

Produkte der IT-Bildungsoffensive St.Gallen, entstanden an der PHSG und in den Modellschulen.

Mein Stand mitnehmen

Abgehakte Leitfragen der Handreichung, die Merkliste im Ideenpool und der Fortschritt in den Lernpfaden von LernIT sind nur in diesem Browser gespeichert. Mit einem Link oder Code nehmen Sie den Stand auf ein anderes Gerät mit, ohne Anmeldung. Er enthält nur diese Angaben, keine Namen, und wird nirgends gespeichert. Datenschutz und Löschen

Stand sichern

Stand übernehmen

Suchen

Zum Beispiel: