Regelmässig, aber mit wenig Aufwand
Die Empfehlungen des Kantons sehen vor, das Medien- und ICT-Konzept regelmässig
zu überprüfen und zu aktualisieren. Dafür muss man nicht jedes Jahr alles neu erheben. Ein fester
Rhythmus mit wenigen Fragen reicht oft:
- Nach dem ersten Quartal: Kurze Rückmeldung von Lernenden und Lehrpersonen.
Was läuft, wo hakt es? Viele Probleme sind jetzt noch klein. Die
Kurzbefragung enthält je einen Fragebogen für
Lernende, Lehrpersonen und Eltern.
- Am Ende des ersten Schuljahres: Die Ziele aus
Ziele klären wieder aufnehmen. Wurden die vereinbarten Apps
genutzt? Die Produkte aus der Schuljahresplanung zeigen es. Das Auswertungsblatt
der Kurzbefragung stellt die Antworten neben die Ziele.
- Alle zwei bis drei Jahre: Mit dem Selbsteinschätzungsraster oder dem
Orientierungsrahmen LUP-DT den Standort neu
bestimmen und das Konzept überarbeiten.
Ein eigenes Verfahren braucht es dafür nicht. Jede Schule hat ein lokales
Qualitätskonzept; die Überprüfung der Einführung lässt sich darin einbetten. Wie,
zeigt die Handreichung zum lokalen Qualitätskonzept. Methoden
für kurze Befragungen, Hospitationen und Feedback stehen im
Ideen- und Instrumentenkoffer.
Eine Befragung zur Einführung braucht keine Namen. Bleibt sie anonym, werden keine
Personendaten bearbeitet. Darauf ist sie auszulegen:
- Anonym und freiwillig: keine Namen, keine Klassenlisten, keine Angaben, die
auf eine Person schliessen lassen. Gruppen mit wenigen Antworten nicht einzeln
auswerten, sonst lässt sich erraten, wer geantwortet hat.
- Online nur mit einem bewährten Werkzeug der Schule, etwa dem Formularwerkzeug
im Schulkonto, eingestellt auf «anonym». Für ein neues Werkzeug gelten die
Schritte unter Datenschutz.
- Freie Antworten bereinigen: Namen oder geschilderte Vorfälle vor der
Weitergabe unkenntlich machen. Deutet eine Antwort auf eine Gefährdung eines
Kindes hin, geht sie an die Schulleitung.
- Rohdaten löschen, sobald die Auswertung steht; weitergegeben werden nur
zusammengefasste Ergebnisse.
- Zurückmelden: Wer befragt wurde, erfährt die Ergebnisse und was die Schule
daraus macht. Sonst sinkt die Bereitschaft beim nächsten Mal. Der Weg dazu steht
im Kommunikationsplan.
Die Kurzbefragung setzt diese Punkte um und lässt
sich auf die eigenen Ziele anpassen.
Was sich verändert
Die Empfehlungen zur KI (Kapitel 3.7) weisen auf eine Verschiebung hin: Die
Beurteilung richtet sich stärker auf den Lernprozess, mit Prozessportfolios,
mündlichen und hybriden Prüfungen. Das betrifft auch die Frage, woran eine
Schule den Erfolg ihrer 1:1-Einführung misst. Beispiele für Portfolios und
Prozessbeurteilung aus den Modellschulen stehen im
Ideenpool.
Die Aussensicht
Zwischen 2025 und 2028 findet an allen Schulen eine Fremdeinschätzung zum LUP-DT
statt. Wer die eigenen Ziele und Beobachtungen festgehalten hat, kann diese
Aussensicht gut nutzen.
Die Überprüfung schliesst den Kreis zum
Medien- und ICT-Konzept: Was sie ergibt, fliesst in
die nächste Fassung.