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One-to-One

Rahmen · Den Rahmen setzen

Verankerung in der Schule

Eine 1:1-Einführung trägt, wenn sie nicht an einzelnen Personen hängt, sondern in Leitbild, Schulprogramm, Zuständigkeiten und Finanzplanung der Schule festgehalten ist.

Stand 12.10.2026

Entwurf Entwurf. Dieses Kapitel ist neu geschrieben: mit KI-Unterstützung aus den genannten Quellen zusammengestellt und noch nicht fachlich geprüft. Rückmeldungen sind willkommen. Mitwirken

Leitfragen

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Warum Verankerung

Der Zwischenbericht zum Lokalen Umsetzungsprozess (LUP-DT) zeigt ein klares Bild: Die meisten Schulen berichten positiv über ihre 1:1-Einführung, und der PICTS wird oft als Erfolgsfaktor genannt. Als Stolpersteine nennen die Schulen die unterschiedlichen Kompetenzen im Team, technische Probleme, die das Vertrauen der Lehrpersonen wieder untergraben, und fehlende Zeit und Mittel.

Alle drei Stolpersteine lassen sich nicht im Klassenzimmer lösen. Sie brauchen Entscheide der Schulführung, die über ein Schuljahr hinaus gelten. Genau das meint Verankerung: Die Einführung steht nicht nur in einem Projektplan, sondern dort, wo die Schule ihre Entwicklung festhält.

Wer welche Rolle hat

Rolle Aufgabe nach den Empfehlungen des Kantons Bei der 1:1-Einführung
Schulträger Legt die Strategie zur digitalen Transformation fest und verankert sie in der lokalen Kultur, etwa im Leitbild (3.1). Legt den Umfang des Supports fest (3.3). Berücksichtigt generative KI im Medien- und ICT-Konzept und regelt den Umgang damit an der Schule (3.7). Beschliesst die Einführung, das Budget für Anschaffung und Ersatz und die Regeln in der Schulordnung.
Schulleitung Führt partizipativ, überträgt Verantwortung im Transformationsprozess (3.1). Plant die schulinterne Weiterbildung (LUP-DT). Leitet das Vorhaben, setzt Schwerpunkte in der Weiterbildung, informiert Team und Eltern.
PICTS Berät und unterstützt die Lehrpersonen, bietet Weiterbildung an, sensibilisiert für Datenschutz und Jugendmedienschutz (3.3). Kann als interne Fachperson Aufgaben im Bereich Digital Leadership übernehmen: technische und gesellschaftliche Entwicklungen verfolgen und die Schulleitung beraten (3.1, LUP-DT). Begleitet die Lehrpersonen, wirkt bei der Auswahl von Geräten und Apps mit, verbindet Pädagogik und Technik.
Technischer Support Wartet Infrastruktur und Sicherheitseinrichtungen, vorzugsweise durch technisch qualifiziertes Personal; empfohlen wird, die technischen Aufgaben zu professionalisieren (3.3). Richtet Geräte und Geräteverwaltung (MDM) ein, sorgt für WLAN, Ersatz und Reparaturen. Nach der Erfahrung aus dem Projekt in der Regel ein externer Anbieter, idealerweise gemeinsam mit der politischen Gemeinde (siehe unten).
Schulsozialarbeit Enge Zusammenarbeit beim Jugendmedienschutz (3.3, 3.5). Wirkt bei der Prävention mit.
Lehrpersonen Bauen die nötigen Kompetenzen auf, individuell und schulintern. Erproben, teilen Erfahrungen, einigen sich auf gemeinsame Standards.

Der Umfang des pädagogischen Supports ist eine Sonderaufgabe im Berufsauftrag. Sie wird in der Regel im Rahmen der Bandbreite von 2 bis 16 Prozent im Arbeitsfeld Schule ausgeglichen; den Umfang legt die Schulbehörde nach Grösse der Schuleinheit fest (Empfehlungen 3.3). Der Zwischenbericht warnt: Muss der PICTS seine Zeit für technische Störungen einsetzen, bleibt keine für die mediendidaktische Entwicklung. Die Schule bleibt dann auf der technischen Ebene stehen.

Technischer Support aus der Praxis. Die Empfehlungen sehen qualifiziertes Personal vor, aber keinen bestimmten Anbieter. Die Erfahrung aus dem Projekt: In der Regel eignet sich ein externer Anbieter, idealerweise gemeinsam mit der politischen Gemeinde. Wichtig ist, dass er die Bedürfnisse einer Schule kennt. Sie unterscheiden sich von einer Lösung für die Verwaltung: Wer im Amt Steuerdaten bearbeitet, braucht andere Sicherheitseinstellungen als ein Kind in der 3. Klasse, etwa bei der automatischen Bildschirmsperre oder bei der Anmeldung. Gemeinsame Lösungen mit der Gemeinde lohnen sich, wenn die Einstellungen für die Schule eigens festgelegt werden. Mehr dazu unter Support.

Wo die Einführung festgehalten wird

Leitbild Die Haltung. Die Empfehlungen verlangen, die digitale Transformation mit Leitbild und Qualitätskonzept zu verknüpfen, statt sie isoliert zu betrachten.

Schulprogramm Die Etappen. Hier stehen die Entwicklungsziele der nächsten Jahre. Im Zwischenbericht nennen 21 Schulen das Schulprogramm als Ort, an dem die digitale Transformation verankert ist.

Medien- und ICT-Konzept Das Wie. Strategie, pädagogische Nutzung, Betrieb und Infrastruktur. Siehe Medien- und ICT-Konzept; ein Gerüst mit den Bausteinen hilft beim Aufbau.

Kommunikationskonzept Die Information. Im Zwischenbericht ist es der am häufigsten genannte Ort (25 Nennungen). Für die Einführung reicht ein Kommunikationsplan als Anhang zum Medien- und ICT-Konzept. Siehe Kommunikation.

Weiterbildungskonzept Die Kompetenzen. Es hält fest, wie die Schule die digitalen Kompetenzen laufend aufbaut, für das ganze Team und für neue Lehrpersonen. Während der IT-Bildungsoffensive (bis 2027) sehen die Weisungen 30 Stunden individuelle und 42 Stunden schulinterne Weiterbildung vor; die Zielerwartung des LUP-DT für 2028 verlangt ein laufend angepasstes lokales Aus- und Weiterbildungskonzept. Siehe Lehrpersonen.

Schulordnung Die Regeln. Regeln zu privaten Geräten müssen in der Schulordnung oder einem anderen kommunalen Reglement erlassen werden (Empfehlungen 3.6). Ein Muster dafür steht unter Vereinbarungen.

Finanzplanung Die Dauer. Nach der Zielerwartung des LUP-DT für 2028 werden die Geräte regelmässig erneuert und sind Teil der laufenden Investitionen, nicht eine einmalige Anschaffung.

Standort bestimmen: zwei Instrumente, eine Sprache

Für den Blick auf die ganze Schule gibt es zwei Instrumente, die sich ergänzen:

  • Der Selbsteinschätzungsraster LUP-DT des Kantons zeigt in vier Bereichen (Schulkultur, Unterricht, Weiterbildung, Support und Infrastruktur), wo die Schule auf dem Weg zur Zielerwartung 2028 steht. Er ist die Grundlage für Zwischen- und Schlussbericht. Der Orientierungsrahmen LUP-DT (Excel, Mai 2026) vertieft ihn: pro Handlungsfeld und Aspekt vier Entwicklungsstufen mit Indikatoren.
  • Das Kartenset «Schulentwicklung» der zITBOx stellt zu fünf Dimensionen (Unterricht, Personal, Organisation, Kultur und Infrastruktur) je vier Aspekte mit Leitfragen. Es baut auf dem Drei-Wege-Modell der Schulentwicklung von Rolff auf und ergänzt es um Kultur und Infrastruktur. Nach denselben Dimensionen sind die Inhalte der zITBOx im zITBOx-Navigator geordnet; der Überblick dort zeigt auch, wie sie den vier Bereichen des LUP-DT entsprechen.

Die Handreichung Blended Learning der zITBOx beschreibt ein Vorgehen, das sich auf die 1:1-Einführung übertragen lässt: In kleinen Gruppen, etwa Schulleitung mit PICTS, wählt jede Person eine Karte und markiert, wo die Schule steht. Die Einschätzungen werden sichtbar gesammelt und Unterschiede besprochen. Daraus entstehen Entwicklungsziele und erste Schritte, zum Beispiel eine Pilotklasse. Für die 1:1-Einführung bieten sich die Karten Gerätemanagement und Digitale Gesamtarchitektur und Raumgestaltung (Infrastruktur), Support und Beratung und Aus- und Weiterbildung (Personal) sowie Lehren und Lernen (Unterricht) an.

Als Vorhaben organisieren

Eine Schule aus dem Projekt hat die Einführung mit einer IT-Kommission geplant: Schulrat, Schulleitung, PICTS, technischer Support und eine Person für die IT-Koordination. Ihr Zeitplan steht im Leitfaden zur Einführung unter den Vorlagen und beginnt zwei Jahre vor der Abgabe der Geräte:

Wann Was Wer
Zwei Jahre vorher Vision und Ziele, Medienkonzept erstellen oder anpassen, Geräte auswählen, allenfalls zuerst die Lehrpersonen ausstatten, personelle Mittel für PICTS und technischen Support bereitstellen IT-Kommission, Schulrat
Ein Jahr vorher Budget eingeben und über die Jahre planen, Lehrpersonen informieren, Schulungen planen, Nutzungs-, Support- und Betriebskonzept Schulrat, Schulleitung, IT-Kommission
Ein halbes Jahr vorher Geräte, Lizenzen und Apps beschaffen, Cloud und Datenschutz klären, Konten erfassen, Lehrpersonen schulen, Einrichtung und WLAN planen, Elternabend planen IT-Koordination, PICTS, technischer Support, Schulleitung
Einführung Elternabend, Nutzungsvereinbarungen, Einführung der Klassen, Nutzung und Datenablage überprüfen Schulleitung, PICTS, Lehrpersonen

Die Lehrpersonen dieser Schule erhielten ihre Geräte ein Jahr vor den Lernenden. Auch der Zwischenbericht begrüsst diesen Vorsprung: Wer das eigene Gerät kennt, steht sicherer vor der Klasse.

Was ein solches Vorhaben trägt, hat der Kanton aus der Einführung des Lehrplans Volksschule abgeleitet. Die Handlungsempfehlungen zu Schulentwicklungsvorhaben lassen sich auf die 1:1-Einführung übertragen und eignen sich als Prüfliste für die Planung.

Wichtig ist der Übergang vom Vorhaben in den Alltag. Wer ist nach dem ersten Jahr zuständig für Ersatz, neue Lehrpersonen, neue Klassen und das Nachführen der Regeln? Das gehört ins Medien- und ICT-Konzept, nicht in die Köpfe der Beteiligten.

Agil statt starr

Der Kanton verzichtet im LUP-DT bewusst auf Musterkonzeptvorlagen und Kriterienraster: Jede Schule plant ihren eigenen Prozess. Die Muster dieser Handreichung folgen diesem Grundsatz. Sie geben eine Gliederung und Fragen vor, kein fertiges Konzept zum Übernehmen. Die Modellschulen haben mit agiler Schulentwicklung gearbeitet: kurze Entwicklungsschleifen, in denen Ziele überprüft und angepasst werden, und ein Entwicklungsboard, auf dem die laufenden Aufgaben mit ihren Akzeptanzkriterien stehen. Das Kartenset «Agile Schulentwicklung» der zITBOx führt durch diese Arbeitsweise. Einige Schulen melden im Zwischenbericht, dass starre Konzepte schlecht zu einer agilen Schule passen. Das spricht nicht gegen Verankerung, sondern für eine bestimmte Form:

  • kurze Dokumente, die jemand in einer Sitzung lesen kann,
  • mit Datum und Zuständigkeit versehen,
  • mit festem Termin für die nächste Überprüfung (siehe Überprüfen und weiterentwickeln).

Das gilt im Kanton St.Gallen

7 Links

Aus der zITBOx

6 Links

Produkte der IT-Bildungsoffensive St.Gallen, entstanden an der PHSG und in den Modellschulen.

Weitere Quellen

3 Links

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