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One-to-One

Werkzeug für Schulleitung, PICTS und technischen Support

Geräte-Check

Vom Zweck zum Gerät: Sieben Fragen aus der Mindmap zur Geräteauswahl. Daraus entsteht eine Anforderungsliste für die Beschaffung, mit technischen Richtwerten. Zum Weitergeben an Anbieter und Gemeinde.

Die Empfehlungen des Bildungsrats (3.4) geben die Richtung vor: Tablets im Kindergarten und in den ersten Schuljahren, eine Tastatur, sobald die Kinder schreiben können, und ab dem Zyklus 2 Erfahrungen mit verschiedenen Geräten. Das Mengengerüst steht im Kapitel Geräte und Infrastruktur.

Richtwerte sind Erfahrungswerte (Stand Oktober 2026), keine Vorgabe des Kantons und keine Empfehlung für ein bestimmtes Produkt. Technik ändert sich schnell: Die Liste mit dem technischen Support abstimmen, bevor sie in eine Ausschreibung geht. Die Antworten bleiben auf diesem Gerät.

Was soll das Gerät können?

Für welche Zyklen werden Geräte beschafft?
Was sollen die Lernenden vor allem damit tun?
Gehen die Geräte nach Hause?
Ist das Betriebssystem schon entschieden?
Wie lange sollen die Geräte im Einsatz sein?
Welche Dauer passt? Beispiele
  • Das Gerät geht mit: in der 5. Klasse abgegeben, bis zum Ende der Oberstufe genutzt. Das sind etwa fünf Jahre.
  • Das Gerät bleibt in der Stufe: In der 5. und 6. Klasse ergeben zwei Jahrgänge nacheinander vier Jahre. In der Oberstufe dauert ein Durchgang drei Jahre, zwei Durchgänge sechs Jahre.
  • Danach können die Geräte als Gruppensatz in tieferen Stufen weiterlaufen, solange Sicherheitsupdates kommen.

Modelle und Ideen für ältere Geräte

Gibt es Lernende mit besonderen Bedürfnissen?
Hat die Schule bereits eine Geräteverwaltung (MDM)?

Ihre Anforderungsliste

34 Anforderungen

Gerätetyp

  • Zyklus 1: Tablet mit Touchbedienung, geringem Gewicht und Kamera.

    Intuitiv bedienbar, leicht und mit Kamera ein guter Einstieg in den ersten Schuljahren.

  • Zyklus 2: Tablet mit Tastatur oder Laptop.

    Sobald die Kinder schreiben können, ist eine Tastatur sinnvoll.

  • Zyklus 3: Laptop oder 2-in-1-Gerät mit vollwertiger Tastatur.

    Längere Texte, Tabellen und Fachprogramme, Vorbereitung auf die Berufswelt; die Lernenden sollen verschiedene Geräte kennenlernen.

  • Für alle Stufen derselbe Gerätetyp oder ein bewusster Wechsel zwischen den Zyklen, im Medien- und ICT-Konzept festgehalten.

    Ein einheitlicher Typ senkt Aufwand für Support und Weiterbildung; ein Wechsel zeigt den Lernenden verschiedene Geräte.

Bildschirm und Eingabe

  • Richtwert Bildschirm beim Tablet: etwa 10 bis 11 Zoll.

    Gross genug zum Lesen und Arbeiten, klein genug zum Tragen.

  • Richtwert Bildschirm beim Laptop: etwa 12 bis 14 Zoll, mindestens Full-HD-Auflösung.

    Gross genug für zwei Fenster nebeneinander, klein genug zum Tragen.

  • Tastatur mit angenehmem Anschlag; bei Tablets eine Hülle mit fest verbundener Tastatur.

    Schreiben mit der Tastatur gehört zu den Anwendungskompetenzen des Lehrplans; lose Tastaturen gehen verloren.

  • Stift mit Druckempfindlichkeit und Handballenerkennung, mit Ort zum Aufbewahren und Laden am Gerät.

    Handschrift, Skizzen und Korrekturen direkt auf dem Gerät.

  • Touchbildschirm auch beim Laptop.

    Einfachere Bedienung, besonders für jüngere Lernende und beim Zeichnen.

Kamera, Ton und Zubehör

  • Rückkamera für Fotos, Videos und das Scannen von QR-Codes.

    Laptops ohne Rückkamera machen das Scannen von QR-Codes umständlich (Erfahrung aus den Modellschulen).

  • Kopfhörer mit Mikrofon für jedes Kind, dazu bei Videoarbeit ein einfaches Stativ.

    Aufnehmen und Zuhören im Schulzimmer, ohne andere zu stören.

  • Bluetooth und passende Anschlüsse für Roboter und Zubehör der Lehrmittel.

    Viele Robotik-Sets und Programmierumgebungen verbinden sich drahtlos mit dem Gerät.

Leistung

  • Richtwert Tablet: aktuelle Generation oder Vorjahresgeneration, Speicher mindestens 64 GB, bei Videoarbeit 128 GB oder mehr.

    Genug Platz für Apps, Fotos und Videos über die ganze Einsatzdauer.

  • Richtwert Laptop: Arbeitsspeicher mindestens 8 GB, besser 16 GB; SSD mindestens 128 GB, besser 256 GB; Prozessor der aktuellen Einstiegs- bis Mittelklasse.

    Mehrere Anwendungen gleichzeitig, Browser mit vielen Tabs und KI-Funktionen brauchen Arbeitsspeicher.

  • Richtwert Bei Videoschnitt und Bildbearbeitung eher die obere Hälfte dieser Bereiche wählen.

    Video braucht deutlich mehr Leistung und Speicher als Text.

  • Richtwert Akku für einen ganzen Schultag: Herstellerangabe mindestens 8 bis 10 Stunden (im Alltag ist es weniger).

    Geladen wird zuhause oder an festen Ladeorten, nicht während des Unterrichts.

Mobilität und Schutz

  • Richtwert Gewicht beim Tablet: mit Hülle und Tastatur unter etwa 1 kg.

    Die Geräte werden täglich zwischen Zimmern und Schulhäusern getragen.

  • Richtwert Gewicht beim Laptop: unter etwa 1.5 kg.

    Die Geräte werden täglich zwischen Zimmern und Schulhäusern getragen.

  • Robuste Hülle oder gepolsterte Tasche für den Schulweg; das Ladegerät bleibt zuhause.

    Die meisten Schäden entstehen beim Transport.

  • Aufbewahrung und Laden in der Schule geplant (Gestelle, Ladewagen, Steckleisten).

    Ohne feste Ladeorte fehlt am Morgen der Akku.

  • Inhaltsfilter auch ausserhalb des Schulnetzes, auf dem Gerät selbst; falls gewünscht Nutzungszeiten.

    Zuhause wirkt der Filter der Schule nicht, wenn er nur im Schulnetz läuft.

Verwaltung und Updates

  • Das Gerät lässt sich zentral verwalten (MDM) und ohne Handarbeit einrichten, etwa über die Geräteregistrierung im Apple School Manager oder Windows Autopilot.

    Hunderte Geräte lassen sich nur zentral einrichten, aktuell halten, sperren und zurücksetzen.

  • Die Geräteverwaltung vor der Beschaffung wählen; Geräte nur über Händler kaufen, die sie in die Geräteregistrierung der Schule eintragen.

    Nachträglich registrieren ist aufwendig und nicht bei allen Geräten möglich.

  • Der Hersteller sichert Sicherheitsupdates mindestens für vier Jahre ab Kauf zu.

    Ein Gerät ohne Sicherheitsupdates sollte nicht mehr im Netz der Schule bleiben.

  • Der Hersteller sichert Sicherheitsupdates mindestens für sechs Jahre ab Kauf zu; Akkuersatz ist möglich.

    Bei langer Einsatzdauer entscheiden Updates und Akku darüber, ob das Gerät durchhält.

Netz und Präsentation

  • Richtwert WLAN nach Wi-Fi 6 oder neuer, an Gerät und Zugangspunkten.

    Neuere Standards tragen viele Geräte im selben Raum besser.

  • Das WLAN trägt alle Geräte einer Klasse gleichzeitig, auch bei Videos; vor der Abgabe unter Last testen.

    Am Netzwerk scheitern Einführungen am häufigsten.

  • Der Bildschirm lässt sich drahtlos oder mit einem Adapter auf Beamer oder Display zeigen (AirPlay beim iPad, Miracast oder Adapter bei Windows).

    Lernende zeigen ihre Arbeit der Klasse.

Zugänglichkeit

  • Eingebaute Vorlese- und Diktierfunktion, Bildschirmlupe und anpassbare Schrift; die genutzten Apps unterstützen sie.

    Unterstützt Lernende mit Leseschwierigkeiten ohne zusätzliche Software.

  • Bedienhilfen im Gerät (etwa Schaltersteuerung oder Sprachsteuerung) und Anschluss externer Bedienhilfen.

    Ermöglicht die Bedienung bei körperlicher Beeinträchtigung; früh mit der Fachperson der Sonderpädagogik klären.

Garantie, Ersatz und Kosten

  • Garantie über die ganze geplante Einsatzdauer prüfen, allenfalls erweitern; klären, was abgedeckt ist.

    Reparaturen ausserhalb der Garantie sind teuer.

  • Versicherung und Selbstbehalt festlegen und im Leihvertrag regeln; Kosten für Abnutzung und Defekte trägt die Schule.

    Die Ausleihe an Lernende ist unentgeltlich; Ersatz nur bei Absicht oder grober Fahrlässigkeit.

  • Fünf bis zehn Ersatzgeräte einrechnen.

    Damit Lernende bei einem Defekt weiterarbeiten können (Leitfaden einer Modellschule).

  • Kosten über die ganze Einsatzdauer budgetieren, nicht nur das Gerät (Lizenzen, Geräteverwaltung, Zubehör, Reparaturen, Support).

    Der Gerätepreis ist nur ein Teil der Kosten.

Grundlage: Mindmap «Fragen zur Geräteauswahl» der Modellschulen. Weiter geht es im Kapitel Beschaffung und Lebenszyklus.

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